Der Ton wird ungeduldiger: Unsere Branche fordert die sofortige Öffnung der Ladengeschäfte

Die Elektro-Einzelhandelsbranche verbündet sich und fordert eine sofortige Öffnung des stationären Technik-Einzelhandels.

Namhafte Unternehmen aus unserer Branche wenden sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung:

Jürgen Groth, Geschäftsführender Direktor Conrad Electronic SE
Jochen Pohle, Bereichsleiter EK Home EK Servicegroup
Karl Trautmann, Geschäftsführender Direktor Electronic Partner Handel SE
Benedict Kober, Sprecher des Vorstands Euronics Deutschland eG
Dr. Stefan Müller, Vorstandsvorsitzender Expert SE
Florian Gietl, Vorsitzender der Geschäftsleitung Media Saturn Deutschland GmbH
Franz Schnur, Geschäftsführer Telering Marketing GmbH & Co. KG
Michael Gleich, Geschäftsführer United Imaging Group
Frank Schipper, Vorsitzender BVT

Sehr geehrte Bundeskanzlerin Angela Merkel, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten,

der mittlerweile fast drei Monate andauernde Lockdown im Einzelhandel kostet die betroffenen über 19.000 stationären Technik-Einzelhandler täglich sehr viel Geld, für immer mehr Unternehmer ist die Entwicklung existenzgefährdend. In den Innenstädten sterben attraktive Einkaufsorte, zudem fallen wichtige Steuereinnahmen sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze weg. Es entsteht ein gesamtgesellschaftlicher Schaden, der nicht hinnehmbar ist. Die bestehenden Betriebsschließungen sind unverhältnismäßig, zumal der Einzelhandel nachweislich kein Infektionshotspot ist.

Die Fakten:
1. Im Einzelhandel besteht keine erhöhte Infektionsgefahr durch das Sars-Cov-2-Virus
(Gemeinsame Untersuchung „Abschätzung der Infektionsgefährdung durch Corona im
Einzelhandel“ vom Februar 2021 der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik
(BGHW) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Das Robert-Koch-Institut führt in seinen Situationsberichten keine eigene Kategorie zum
„Infektionsumfeld Einzelhandel“).

2. Das sichere Einkaufen ist auch vor Erreichen des Inzidenzwerts 50 möglich
(Aktuelle hygienisch-medizinische Stellungnahme „Beitrag des Einzelhandels zur Prävention“ vom Februar 2021 von Prof. Dr. med. Dr. h.c. M. Exner, Direktor emeritus des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn).

3. In den letzten Monaten hatten die stationären Technik-Einzelhändler Einnahmeverluste
von insgesamt über zwei Milliarden Euro zu verzeichnen.
(Schätzung des Handelsverband Technik vom Februar 2021)

4. Die Kosten für Überbrückungshilfen, Kurzarbeitergeld etc. zahlen die Steuerzahler – also
die Bürger und Unternehmen.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, wir fordern eine sofortige Öffnung des stationären Technik-Einzelhandels unter Einhaltung aller notwendigen Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen.

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