Trotz Pandemie verzeichnet der Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte Zuwächse

Hans-Joachim Kamp
Hans-Joachim Kamp - Bild: gfu

Viele Marktteilnehmer verfolgen gespannt die Entwicklung der Home Electronics-Branche unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Entgegen früherer Umsatzprognosen entwickelt sich der Home Electronics Markt, bestehend aus Consumer Electronics und Elektrohausgeräte, aktuell positiv. 

Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß-und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.

Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, kommentiert die Entwicklung: „In Zeiten von Corona und Lockdown fokussieren sich die Konsumenten vermehrt auf ihr Zuhause – sie sind bereit, in innovative Technik zu investieren. Die gesteigerte Nutzung von Home Office und Home Schooling schlägt sich in der positiven Entwicklung des IT-Sektors nieder, aber auch die klassische Unterhaltungselektronik profitiert. Im TV-Markt setzt sich der Trend zu größeren und sehr gut ausgestatteten Fernsehgeräten fort.“

Bei Elektro-Groß- und -Kleingeräten wird sich die seit mehr als zehn Jahren andauernde positive Umsatzentwicklung auch in diesem Jahr fortsetzen. Das prognostizierte Wachstum liegt bei einem Prozent für Elektro-Großgeräte und drei Prozent für Elektro-Kleingeräte.

Mit großen Zuwachsraten zeigt sich der Markt für die privat genutzten IT-Produkte. Dieses Segment umfasst unter anderem PCs, Notebooks, Tablet-PCs, Monitore und Drucker. Hier rechnet die gfu mit einem Zuwachs beim Umsatz um mehr als zehn Prozent auf mehr als 7,8 Milliarden Euro im Jahr 2020. Ursprünglich wurde ein Wachstum von einem Prozent vorhergesagt. Die Sparte der privat genutzten Telekommunikationsprodukte mit Smartphones und Wearables zeigt sich ebenfalls positiv mit einem Zuwachs von rund drei Prozent auf knapp 12,5 Milliarden Euro (vorherige Prognose + 0,5 %).

Im Segment der klassischen Unterhaltungselektronik entwickelt sich die größte Kategorie, der TV-Markt, bislang unerwartet positiv, entgegen dem ursprünglich prognostizierten Umsatzrückgang von drei Prozent. Die Kategorien Foto und Audio hingegen sind stärker rückläufig als zum Jahresbeginn angenommen. Entsprechend erwartet die gfu für die klassische Unterhaltungselektronik im Gesamtjahr einen leichten Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Euro.

Abschließend bemerkt Hans-Joachim Kamp: „Nach der insgesamt positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2020 sind wir zuversichtlich, dass sich diese Marktentwicklung bis Jahresende und auch in den folgenden Jahren fortsetzen wird.“

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