EK LIVE war ein voller Erfolg auf ganzer Linie

Messeeingang zur EK LIVE - Bild: EK Servicegroup

Unter strenger Einhaltung aller geltenden Corona-Regeln hatte die EK Servicegroup die Tore der unternehmenseigenen Messehallen in Bielefeld zur hybriden Herbstmesse EK LIVE geöffnet und gut 2.200 vorab angemeldete Fachbesucher aus Deutschland, aber auch aus den Niederlanden, Österreich und Frankreich waren gekommen, um sich rechtzeitig zur bevorstehenden starken Verkaufssaison über die aktuellen Angebot zu informieren. Darüber hinaus zählte die EK mehrere hundert Online-Besucher, die vom heimischen Bildschirm aus in ausgewählte Bereiche der Veranstaltung eintauchten. Geboten wurden einmal mehr eine riesige Sortimentsvielfalt, starke Konzepte und Digital Services für alle relevanten Kanäle.

Jochen Pohle – Bild: EK Servicegroup

„Endlich wieder zusammen: Das kollektive Aufatmen war auf der EK LIVE auch hinter den Masken deutlich zu vernehmen“, freut sich das neue EK Vorstandsmitglied Jochen Pohle nicht nur über die hohen Besucherzahlen, sondern auch über die durchweg sehr gute Stimmung auf der Herbstmesse, die sich spürbar auf das Orderverhalten auswirkte. Die gewohnt starken EK Messekonditionen taten hier ein Übriges.

Starke Impulse für die nächsten Monate

Neben den aktuellen Sortimenten der rund 250 Aussteller aus allen von der EK vertretenen Geschäftsfeldern präsentierte sich das EK Lagerprogramm in Bestform. Die Sonderfläche „Top-Artikel zu Top-Preisen“ überzeugte dabei mit attraktiven Artikeln aus allen Warenbereichen, die gerade im Weihnachtsgeschäft für gute Umsätze und Erträge sorgen sollen. Auch für die Fashion-Händler innerhalb der EK hat sich Fahrt nach Bielefeld gelohnt: Mit der neuen Pop-up-Fläche „SUSTAINABILITY NOW!“, machen die Bielefelder das Zukunftsthema Nr. 1 im Modehandel auf der Fläche erlebbar.

Einen besonderen Stellenwert bekam die Ausstellung im Sektor Home Appliances: Nach der IFA-Absage wurde die EK LIVE für Industrie und Handel zum wichtigsten Branchen-Treffpunkt des Herbstes. Eine ideale Gelegenheit übrigens für die Präsentation der EK Erfolgskonzepte Electroplus und Küchenplus. Über alle Geschäftsbereiche hinweg rückten auch die Digital Services der EK in den Mittelpunkt: Vorgestellt wurden unter anderem neue, zielgruppengenaue Online-Marketing-Pakete für die nötige Sichtbarkeit der Händler, die sich darüber hinaus auf den weiterentwickelten branchenspezifischen Plattformen und dem EK Mehrbranchenmarktplatz compravo.de positionieren können.

EK Passion Star

Grund zum Jubeln haben auch die diesjährigen Gewinner des EK Passion Star, die auf der EK LIVE bekanntgegeben wurden und aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden kommen. Allen gemeinsam ist das herausragende unternehmerische Engagement, das Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten und eine Riesenportion Menschlichkeit, die den Einzelhändler an sich oft so sympathisch macht.

Der Passion Star für soziales Engagement geht an Electroplus-Partner Jochen Malz (D).

Der rührige Unternehmer hat im Corona-Jahr 2020 nicht nur sein Hausgeräte-Imperium, bestehend aus sechs Niederlassungen in Ostwestfalen auf Kurs gehalten, sondern auch eine Idee in die Tat umgesetzt, die weniger mit dem Geschäft, aber umso mehr mit den Menschen in der Region zu tun hat.

Inspiriert durch einen Fernsehbericht über Menschen in Quarantäne, die ihre Wohnung nicht verlassen durften, initiierte Jochen Malz die „Wir kaufen für euch ein“-Aktion. Im Blick hatte er dabei auch die Sorge vieler älterer, oft alleinstehender Menschen, sich in vollen Geschäften beim Einkaufen zu infizieren. Mit seinem Team im Rücken, das ohne Ausnahme mitzog, versprach er: „Wir erledigen Ihre Einkäufe zu 100 Prozent ehrenamtlich und berechnen nur die Artikel, die Sie bestellt haben.“ Die Aktion wurde über Anzeigen in der Tageszeitung und Posts auf Facebook publik gemacht.

Drei oder viermal hat sich Jochen Malz selbst die Einkaufstasche geschnappt, das Gros der Bestellungen erledigten seine Mitarbeiter*innen, manche von zu Hause aus, andere „Kurzarbeiter“ direkt aus den Geschäften. Alle sechs Standorte waren mit dabei, außerdem stellte der Chef seine persönlichen Kontaktdaten zur Verfügung.

Neben den Rufen nach Einkaufsunterstützung meldeten sich dann auch andere Menschen, die ihre Hilfe anboten. Hier nutzte das Unternehmen seinen regionalen Bekanntheitsgrad, um auch diese Angebote publik zu machen. Ein Beispiel ist das kostenlose Verteilen übriggebliebener Lebensmittel aus Bäckereien oder Supermärkten an Menschen, die in der Corona-Zeit in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Den Passion Star für Kreativität in der Not gewann der Modehändler Bas Kamst (NL).

Der Niederländer, der an fünf Standorten in Coevorden, Dalfsen, Emmen, Hardenberg und Nieuw-Amsterdam aktiv ist, beschreibt seine Grundhaltung mit den Worten „Wir wollen jeden Tag etwas im Leben mindestens einer Person verändern – und zwar nicht nur im Leben der Kunden, sondern auch in dem unserer Mitarbeiter.“ Entsprechend ausgeprägt ist nicht nur die gelebte Kundenorientierung, sondern auch die Begeisterungsfähigkeit seines Teams.

Im Corona-Jahr 2020 zeigte sich, wie richtig Bas Kamst mit seiner Philosophie liegt. Statt zu Hause zu bleiben, lieferten die Kolleg*innen über die Website bestellte Waren an die Kunden aus. Wer nicht online shoppen konnte oder wollte, wurde – nach Anmeldung – exklusiv abends privat in den Filialen beraten.

Eine schöne Idee war auch die Kamst-Wundertüte, eine Art Lotterie-Aktion mit Spannung, Spaß und Schnäppchen: Bezahle 150 Euro und bekomme für 500 Euro Überraschungs-Mode. Das Thema Kundenbindung nahm noch andere Formen an: in Live-Modenschau-Streams mittwochabends, abwechselnd aus den verschiedenen Filialen. Bis heute gibt es 80 solcher Modenschauen mit dem Titel „The show must go on“. Ein Riesenerfolg, auch weil statt Profimodels mit Größe 36, echte Menschen in die Fashion schlüpfen – und das heißt: Mitarbeiter*innen von Kamst!

Dass er ein Mann der Tat ist, zeigte Bas Kamst 2020 auf eine besondere Art: Bevor die Diskussion aufkam, ob Applaudieren vom Balkon als Anerkennung reicht, ging er in die Krankenhäuser und überreichte den Pflegekräften Gutscheine im Wert von 25 Euro für die Kamst-Filialen.

Den Passion Star für Mitarbeitermotivation in der Krise wurde Christine Kulterer vom Geschenkehaus Offner in Wolfsberg (A) verliehen.

Für Christine Kulterer ist die fachliche und persönliche Entwicklung ihrer Mitarbeiter*innen Herzensangelegenheit und Investition in die Zukunft zugleich. Und so machte die Geschäftsführerin des Geschenkehauses Offner in Wolfsberg/Kärnten aus der Not eine Tugend und nutzte die Lockdown-Zeiten, um ihr gesamtes Team über Webinare und Digitraining weiterzubilden. Darüber hinaus holte sie innovative Salzburger Personalentwickler ins Haus, um die Mannschaft fit zu machen für den digitalen Handel, die aktive Kundenbindung über die Sozialen Medien und andere Online-Kanäle.

Ein unternehmerisches Engagement, das schon im vergangenen Jahr auf besondere Art und Weise Früchte trug: Da etablierte Wege zu den Kunden wie zum Beispiel Kochshows oder VIP-Shopping versperrt waren, beschritt das Offner-Team ganz neues Terrain. Mit Homestories – ob beim Kekse backen, Wandern oder auf dem Bauernhof – erzeugten die Mitarbeiter*innen Kundennähe auf Augenhöhe via Instagram und Facebook. Fotogrüße mit Texten wie Gemeinsam schaffen wir das oder Wir vermissen Euch stärkten das Community-Gefühl.

Gleichzeitig richtete sich der Blick auf die Zeit, wenn wieder persönliche Kontakte, Stöbern im Geschäft und Ausprobieren möglich sein würden. Vor den Wiedereröffnungen wurden verstärkt Posts mit neuer Ware, Dekorationen und Kollektionen abgesetzt.

Wie gut das glaubhafte Bemühen um emotionale Nähe bei den Menschen ankam, zeigte sich mit der Öffnung der Ladentür: Viele alte und neue Kunden kamen und haben mit Begeisterung eingekauft.

Passion Star für selbstlose Hilfsbereitschaft: Den Sonderpreis erhielten Christiane und Mario Münzner, Inhaber von „Bergglas“/Schwarzenberg.

Was sie getan haben, ist für sie nicht der Rede wert: zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Denn im Erzgebirge unterstütze man sich, wo man kann, sagen Christiane und Mario Münzner. Obwohl: Ländergrenzen kennen sie dabei offensichtlich nicht.

Das Unternehmer-Ehepaar führt in Schwarzenberg ein Fachgeschäft mit 50 Prozent GPK und 50 Prozent Volkskunst aus dem Erzgebirge, die besonders im vierten Quartal gefragt ist. Mit dem zweiten Lockdown vom 14. Dezember sanken die Hoffnungen auf einen versöhnlichen Jahresabschluss auf einen Tiefpunkt.

Keine leichte Zeit, doch der Blick der Münzners richtete sich nach Sachsen-Anhalt. Noch nicht unmittelbar von der landesweiten Zwangsschließung bedroht, musste sich dort ein Kollegen-Ehepaar aus der gemeinsamen EK Erfa-Gruppe in Quarantäne begeben. Für das Geschäft in ähnlicher Größenordnung eine Katastrophe, da der Betrieb allein mit den zwei Mitarbeiterinnen im Weihnachtsgeschäft nicht aufrechtzuerhalten war.

Die Schwarzenberger überlegten nicht lange und brachen am besagten 14. Dezember in aller Frühe in das benachbarte Bundesland auf. „Wir sind eure Helfer“ verkündeten sie den Mitarbeiterinnen des Kollegengeschäftes und klärten damit die Rollenverteilung für die kommenden Tage. Dabei bewiesen sie Kreativität beim Geschenkeverpacken und ein hohes Maß an Improvisationstalent, denn natürlich wussten sie nicht, welche Artikel an welcher Stelle im Geschäft präsentiert werden.

Zwei volle Tage standen die beiden an der Verkaufsfront, und sie würden es immer wieder tun. Und dass sie es gut gemacht haben, beweist das augenzwinkernde Angebot des Kollegen, sie sofort fest einzustellen.

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