gfu erwartet hohe Umsätze zum Saisongeschäft

Kai Hillebrandt. Foto: gfu
Kai Hillebrandt. Foto: gfu

Über viele Jahre waren Dezember und Januar die Monate mit dem stärksten Umsatz bei Produkten für Heimelektronik und viele weitere Branchen. Mehr verfügbares Budget beim Konsumenten durch ausgezahltes Weihnachtsgeld sowie verkaufsoffene Sonntage im Einzelhandel sorgten dafür, dass zum Jahreswechsel die Innenstädte und Shoppingcenter dicht gefüllt waren. Doch seit mehreren Jahren gibt es eine Tendenz zu einem früheren Start des Jahresendgeschäfts: Der Back Friday inklusive der gesamten Cyber Week sind mittlerweile auch hierzulande ein schwergewichtiger Kaufanreiz.

Rabatte regen zum Online-Kauf an

88 Prozent der von GfK global befragten Konsumenten geben an, dass spezielle Saisonangebote mit entsprechenden Rabatten sie zum Online-Kauf anregen. Die Marktforscher haben ebenfalls ermittelt, dass im vergangenen November zum Black Friday in den europäischen Kernmärkten ein Umsatzwachstum von 21 Prozent im Vergleich zum bereits starken Vorjahres-Event erzielt wurde. In Deutschland betrug das Wachstum sogar 27 Prozent.

Der Umsatz zum Black-Friday-Wochenende 2019 übertraf die Verkäufe der traditionell starken Vorweihnachts-Wochenenden um Längen. Bis zum Jahr 2017 lagen die Umsätze des traditionellen Weihnachtsgeschäfts in Deutschland noch über denen rund um Black Friday, doch seit 2018 hat sich diese Verteilung im Markt gedreht.

„Umsatzverschiebung hin zum Onlinehandel“

„Auch in diesem Jahr erwarten wir Umsätze auf hohem Niveau – und zwar sowohl um den Black Friday herum, als auch in den darauf folgenden Vorweihnachtswochen“, sagt Kai Hillebrandt, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH. „Pandemie-bedingt wird es eine Umsatzverschiebung vom Ladenverkauf hin zum Onlinehandel geben. Händler, die das Internet als Chance und nicht als Gefahr verstehen, konnten bereits in der Vergangenheit punkten, indem sie das Beste aus beiden Welten kombinierten. Die Kernkompetenzen Beratung und Service gebündelt mit der schnellen Information durch das Internet sind nahezu unschlagbar. Wer das Internet als Marketinginstrument versteht, der gewinnt.“

In den ersten neun Monaten 2020 verzeichneten die Consumer und Home Electronics ein Umsatzwachstum von mehr als sechs Prozent. Die durch Corona verursachten Einschränkungen haben dafür gesorgt, dass es mehr Investitionen in Produkte für das Zuhause gibt. Da diese Einschränkungen kurzfristig nicht wegfallen, wollen Konsumenten weiterhin in Erlebnis, Unterhaltung und Komfort in ihrem Zuhause investieren. Gleichzeitig haben sie das Geld dafür, weil viele andere Ausgabemöglichkeiten derzeit wegfallen.

Eine gfu-Studie zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns im Frühjahr zeigte, dass mehr Zeit für Essenszubereitung und Putzen, Fernsehen und Videospielen aufgebracht wird als in Zeiten ohne Einschränkungen. Auch die Arbeit im Homeoffice hat sich für viele Berufstätige von der Ausnahme zur Regel entwickelt. Entsprechend profitieren viele Bereiche der Home-Electronics-Branche davon.

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