Black Friday: GfK erklärt, was in diesem Jahr angesagt ist

GfK Studie
Foto: GfK/Pixabay

Der Black Friday 2020 rückt immer näher. In Europa ist der Aktionstag das größte Shopping-Ereignis des Jahres. Im Vor-Corona Jahr 2019 waren die Umsätze in der Black-Friday-Woche zwölf Prozent im Plus. Für 2020 prognostizieren die GfK-Experten wieder starke Angebots- und Verkaufswochen.

Norbert Herzog. Foto: GfK

„Mehr denn je wird in diesem Jahr das Produkt selbst und nicht das Angebot oder der Preis für Verbraucher der entscheidende Faktor sein”, sagt Norbert Herzog, GfK-Experte für technischen Konsumgüter.

“Covid-19 hat dazu geführt, dass sich die Kaufabsichten von ‘Möchte ich haben’ zu ‘Muss ich haben’ verschoben haben. Natürlich ist der Preis immer noch von zentraler Bedeutung. Da aktuell jedoch in mehreren Sektoren die Nachfrage das Angebot übertrifft, sind Promotions an diesem Black Friday möglicherweise nicht so attraktiv wie gewohnt. Viele Verbraucher befinden sich bereits im Lockdown oder erwarten ihn. Trotzdem wird es wieder eine sehr umsatzstarke Zeit für den Handel, aber dieses Mal mit Fokus auf praktische Lösungen sowie Geräten, die das Leben in den eigenen vier Wänden `erträglicher` machen – sei es in Bezug auf Homeoffice, Unterhaltung oder Aktivitäten wie Kochen und Putzen.“

Drei Trends, die die Nachfrage zum Jahresende prägen 

  1. Arbeiten von zu Hause: Von allen Trends hat sich das „Arbeiten von zu Hause“ als am einflussreichsten erwiesen. Basierend auf den GfK Point of Sales Daten, ist 2020 in dieser Kategorie mit einem Umsatzplus von 15 Prozent zu rechnen.
  2. Gesundheit, Wellness und Hygiene: Dieser Trend wurde durch die Pandemie deutlich beschleunigt. GfK-Experten erwarten, dass Smartwatches, Fitness-Tracker sowie Geräte, die den Aspekt „gesund kochen“ unterstützen (z.B. Öfen mit Dampffunktion oder Mixer) an diesem Black Friday und in den Wochen vor Weihnachten gut abschneiden werden. Point of Sales Daten von GfK zeigen, dass von Mai bis August 2020 das Umsatzvolumen von Waschmaschinen mit Dampf um 46 Prozent gestiegen ist,  Geräte zur Luftaufbereitung ein Plus von 23 Prozent und Wasserfilter ein Plus von 14 Prozent verzeichneten.
  3. Essen zu Hause: Im Zeitraum von Mai bis Juli 2020 hatte sich der Umsatz von Küchengeräten in allen Ländern (außer China) mehr als verdoppelt. Laut GfK Point of Sales Daten haben Küchenmaschinen im Zeitraum von Mai bis August 2020 ein Umsatzplus von 99 Prozent verzeichnet. Auch Küchenmaschinen mit integrierter Kochfunktion (+53 Prozent) und Espresso-Kaffeevollautomaten (+39 Prozent) konnten ein deutliches Wachstum verzeichnen.

Verbraucher sind länger im Internet 

Norbert Herzog, GfK-Experte für technische Konsumgüter, erklärt: „Die Zunahme des Online-Shoppings während der Lockdowns ist keineswegs eine vorübergehende Erscheinung. Ausschlaggebend ist, dass sich der höhere Anteil von Verkäufen in Online-Shops auch nach der Wiedereröffnung von Geschäften fortsetzte. In der anstehenden Promotion-Saison müssen Hersteller, Händler und Marken insbesondere das Online-Erlebnis für ihre Kunden im Blick haben, um deren Ansprüche zu erfüllen sowie die attraktivsten Preise und Werbeaktionen anbieten, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.“

GfK-Logo mit Home-Shopping
Foto: GfK / Pixabay

Laut GfK-Studie „Consumer Pulse Global 2020“ haben rund 40 Prozent der Befragten angegeben, dass sie dieses Jahr mehr Zeit im Internet verbracht haben. Mittlerweile zeigen weitere GfK-Studien, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2020 rund 48 Prozent der Laptop-Käufer in Großbritannien Produkte nur noch online recherchiert haben, im Vergleich zu 29 Prozent, die sowohl online als auch offline gesucht haben. Lediglich 23 Prozent haben nur noch im Geschäft recherchiert.

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