Mutmacher-Aktion in der Corona-Krise: 15 Tipps von CE-Markt electro

Annette Pfänder-Coleman

Was Händler jetzt tun sollten:

1. Präsenz zeigen: Kommunizieren Sie, dass Sie weiterhin für Ihre Kunden da sind. Nutzen Sie dafür alle verfügbaren Kanäle wie Social Media oder Anzeigen in der lokalen Presse.

2. Notfall-Telefon: Richten Sie zu Ihren Öffnungszeiten eine „Corona-Hotline“ ein, die Sie in Ihrem Umkreis bekannt machen. Hierüber können Sie Bestellungen von Neugeräten annehmen oder Serviceleistungen anbieten.

3. Staatliche Hilfe: Informieren Sie sich, welche Entschädigungen oder Förderungen es von Staat und Fiskus gibt – und stellen Sie hierfür rechtzeitig den Antrag bei Banken und Behörden.

4. Kurzarbeit anmelden: Bei der Agentur für Arbeit kann Kurzarbeit für die Mitarbeiter beantragt werden.

5. Gespräche mit Hausbank und Finanzamt oder Steuerberater, um die Liquidität Ihres Unternehmens weiterhin zu gewährleisten.

6. Mietbeihilfe: Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter, ob er Ihnen bei den nächsten Mietzahlungen entgegenkommen kann, beispielsweise durch Reduzierung oder Mietstundung.

7. Serviceleistungen: Nach derzeitigem Stand sind handwerkliche Leistungen von den Notmaßnahmen ausgenommen. Somit können Ihre Mitarbeiter bei Kunden die Waschmaschine reparieren oder einen defekten Kühlschrank austauschen.

8. Unverzichtbar: Stellen sie Ihren Mitarbeitern eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung aus, die diese immer mit sich tragen sollten. Damit gewährleisten Sie, dass Ihre Mitarbeiter berechtigt sind, trotz behördlicher Ausgangssperre zur Arbeit und zurück zu fahren. Wichtig ist das vor allem auch für Ihr mobiles Service- und Reparaturteam, damit diese ihrer Arbeitsleistung uneingeschränkt nachkommen können.

9. Kunden kontaktieren: Schreiben Sie Ihre Kundschaft an, dass Sie trotz Ladenschließung die neuesten Produkte im Sortiment haben und im Servicefall gerne weiterhelfen.

10. Anders präsentieren: Bieten Sie den Kunden Videoanrufe über Whatsapp an. Damit können Sie live am Telefon das Produkt zeigen und erklären und gleichzeitig alle Fragen beantworten.

11. Online-Bestellungen: Über Ihren Webshop wird dort bestellte Ware direkt zum Kunden nach Hause geliefert, installiert und eingerichtet.

12. Wo es machbar ist: Teilen Sie Ihre Teams in zwei oder mehrere Gruppen auf. Somit stellen Sie in einem Corona-Verdachtsfall eines Ihrer Mitarbeiter sicher, dass nicht das gesamte Team unter Quarantäne gestellt werden muss, sondern Ihr Geschäft immer noch agieren kann.

13. Mit anderen Händlern sprechen: Was machen die Kollegen Ihrer Kooperation oder die Händler aus anderen Branchen in Ihrer Nachbarschaft? Tauschen Sie sich aus, z.B. über eine WhatsApp-Gruppe und erfahren Sie die neuesten Informationen schnell und direkt.

14. Lokalen Handel stärken: Damit Kunden weniger über die Online-Plattformen von Amazon & Co. bestellen, können Sie mit Politik und Handel in Ihrer Region eine Initiative starten: Bestell bei deinem Händler vor Ort!

15. Nutzen Sie die Zeit: Außer den genannten Aktivitäten können Sie Ihren Shop auf Vordermann bringen oder geschäftliche Dinge tun, zu denen Sie sonst kaum Zeit finden, beispielsweise auch Weiterbildung über Webinare, die von der Industrie angeboten werden.